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Hector war eigentlich das richtige Surfmobil. Jede freie Minute haben wir uns irgendwo am Wasser herumgetrieben. Je nach Windrichtung
haben wir Schleswig Holstein unsicher gemacht, Fehmarn, Großenbrode, Heiligenhafen, Rettin, Niendorf und Meldorf. Es war eine Pionierzeit. Die meisten waren mit Bullis unterwegs und die
Surfbretter wurden noch selber gebaut und die “Sucht” machte auch nicht vor dem Winter halt. Im nachhinein eigentlich die schönste Zeit. Am meisten Spaß hatte das
Surfen in Les Stes. Marie de la Mer (Camargue) gemacht. Mistral, warmer ablandiger kräftiger Wind. 30 km Strand bis einem die Arme weh taten, Halse und zurückdonnern
parallel zu den Wellen, den ganzen Tag und am Ende die Pelle von der Sonne ordentlich verbrannt. Ein Traum!
Die erste große Reise ging mit zwei Kajaks auf dem Dach zum Nordkapp.
Zwischen Eisschollen im türkisfarbenen Wasser im Gebirgssee paddeln. Mindestens zwei mal im Jahr waren wir in Dänemark, entweder am Nissum oder am Ringkøbingfjord.
Hector hatten wir im Winter immer abgemeldet und in einer Halle untergebracht. Das war eine entbehrungsreiche Zeit und wir sehnten uns immer wieder danach mit Ihm unterwegs zu sein. Kaum war er draußen, wurde an
ihm rumgebastelt, neues Surfbrett bedeutete Dachgepäckträger umbauen, irgendwie muß der ganze Krempel ja untergebracht werden das bringt das Surfen eben mit sich
und in solch einem kleinen Fahrzeug ist das nicht einfach.
Hector war schon ein toller “Freund”. Mit ihm haben wir die ersten Erfahrungen beim Ausbauen gehabt, in einer Zeit als es kaum “Plastikbomber” (Reisemobile) gab.
Heutzutage sehen wir immer weniger Selbstausgebaute. Es ist richtig langweilig geworden. Wir vermissen den Individualismus!
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