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Wie bei Rødspøtter mußte auch er erst einmal gründlich restauriert werden.
Sämtliche Rahmenteile wurden entrostet, ein paar mal grundiert und mit einem Dickschichtanstrich versehen, und am Fahrerhaus mußte ordentlich geschweißt werden. Die Hebebühne war auch total auf und wurde
abgebaut, zumal sie sehr schwer war. Allerdings als höhenverstellbare Terrasse, ein toller Gedanke! Wenn ich mir die Bilder heute so anschaue wird mir so richtig klar was die
Autos in Ihrem “Berufsleben” so durchmachen müssen. Hier wurden nur Brote transportiert!
Das größte Problem war eigentlich das uns die Kiste zu klein war. Nur ein
solches Angebot abzuschlagen war auch nicht leicht. Als Alternative haben wir einen Alkoven auf dem Fahrerhaus montiert um Platz zu gewinnen. Der
große Nachteil ist die Aerodynamik, man fährt wie mit einer Mauer vor sich her. Bei starkem Wind kommt die Kiste kaum noch in die Puschen und der
Dieselverbrauch ist auch um ca. 4l höher. Dafür pennt man in ca 2m Höhe ungemein angenehm. Die Hauptsache es sind genügend Fenster und eine Dachluke vorhanden um durchlüften zu können.
Es stellt sich natürlich auch die Frage wie kommen wir vom Fahrerhaus in
den Koffer? Von einer starren Verbindung waren wir nicht überzeugt, zum einen riet uns ein Kofferaufbauer davon ab, zum anderen gefielen uns die
Fahreigenschaften wie bei Rødspøtter nicht. Traudi, unsere Freundin die auch einen 608 Alukoffer hat hat die Verbindung mit einem Treckerschlauch hergestellt. Somit war das Problem auch gelöst.
Das Heck haben wir mit Alublechen zugepoppt. Nachdem hinten alles zu war wollten wir unser Eichenbuffet reinschaffen, und stellten fest das es gar nicht durch die schmale Seitentür paßt -dumm gelaufen- also mußten wir
das Teil auseinanderbauen um es herein zu bekommen. Die schwierigste Aufgabe war der Alkoven. Das Gerüst aus 50 mm Latten wurde auf eine dicke wasserfeste Sperrholzplatte geschraubt und mit
Alublech beplankt. Der Durchgang, auch der zum Fahrerhaus, haben wir flexibel mit einer speziellen ca. 3 mm dicken Kunststoffolie hergestellt, damit
das Fahrerhaus nicht starr mit dem Koffer verbunden werden mußte. Eine starre Verbindung gibt eh nur Probleme, zum einen reißen meistens die Übergänge, Wassereintritt ist also nicht auszuschließen, und zum anderen werden die Fahreigenschaften schlechter (klar, die ganze Geschichte kann
sich nicht mehr so verwinden). Als Isolierung haben wir Styropor verwendet. Auf die Träger haben wir als Temperatursperre 2 cm starke Holzleisten geschraubt. Die Isolierung ist
also 5 cm stark. Auf die Leisten ist dann die Verkleidung, 3 mm Kiefernsperrholz geschraubt. Auf eine Dampfsperre haben wir extra verzichtet, da man das ganze eh nicht ganz dich bekommt. So kann
entstandenes Schwitzwasser wenigstens herausdiffundieren. Und das scheint auch sehr gut zu klappen. Wir sind damit ja auch im Winter unterwegs und so können schon Temperaturunterschiede von -15° Außen
und 25° Innen auftreten. Das klappt hervorragend.
Das schönste an Laster ist sein Gasherd, ein ganz normaler mit Backofen, und der Kohleofen. Mit ihm bekommen wir eine Wüstenhitze im Wagen!
Herrlich wenn es draußen schneit! Die Truma 3000 ist von der Leistung zwar auch ausreichend, aber die Wärme des Ofens ist viel angenehmer! Für die Stromversorgung haben wir zwei 88 Ah Akkus (normale
Starterakkus) und eine 80 W Solaranlage. Zusätzlich haben wir einen 500 W Umformer von 12 V auf 230V (Quasisinus). Strommäßig sind wir also vollkommen unabhängig.
Und so sieht er jetzt aus:

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